Der Schwarze Kanal
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07.07.2008 / Ausland / Seite 7

Washingtons O.K. zum Massenmord

Mindestens hunderttausend gefangene Kommunisten und Sympathisanten 1950 in Südkorea erschossen

Rainer Rupp
Zuerst sei der US-amerikanische Oberst Rollins S. Emmerich »aufgewühlt« gewesen und habe versucht, die Aktion hinauszuzögern. Dann aber habe er seinen südkoreanischen Offizierskollegen »die Erlaubnis gegeben«, 3500 politische Gefangene mit Maschinengewehren niederzumähen, damit die vorrückenden Truppen des kommunistischen Nordkoreas sie nicht befreien könnten. Das geht aus jüngst entdeckten US-Dokumenten in den einst geheimen Archiven Washingtons hervor, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Wochenende. »In nur wenigen Wochen im Sommer 1950 haben amerikanische Offiziere Massenexekutionen, die von ihren südkoreanischen Verbündeten durchgeführt wurden, beobachtet, fotografiert und vertraulich kommentiert. Bei diesen Massenmorden sind 100000 oder mehr politisch linksgerichtete Menschen und verdächtige Sympathisanten ohne Anklage oder Richterspruch umgebracht worden«, so AP weiter.

Nach der 1947 durch die USA erzwungenen Teilung des Landes und der Einsetzung...

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