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05.09.2007 / Feuilleton / Seite 12

Keine fremde Jacke

Wozu die Welt befreien, wenn man sie nicht liebt? Zum Tod von Ernst Melis

Robert Allertz
Das Feuer in seinen Augen war nicht zu übersehen, als die bekannten Spanienlieder erklangen. Aus Anlaß seines 98. Geburtstages hatte sich im Büro der Berliner Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch ein reichliches Hundert Freunde und Wegbegleiter eingefunden, es gab ein Programm, das an die dreißiger Jahre erinnerte. Draußen brach der Frühling auf, es war der 5. März 2007.

1932 war Ernst Melis, der Jungkommunist und Dreher aus Kassel, wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« angeklagt worden. Er flüchtete in die Illegalität, dann ins Exil: Niederlande, Frankreich, Sowjetunion … In Prag gab er 1937 die Deutsche Volkszeitung mit heraus, dasselbe tat er schließlich in Paris. Dort war Melis eine der wichtigen Personen im Umfeld der Auslandsleitung der KPD. In seinen Erinnerungen an Ackermann (»Anton Ackermann: Der deutsche Weg zum Sozialismus«, edition ost, 2005) schrieb Melis über die Pariser Jahre: »Wir waren jung und lebenshungrig. Exil bedeutete für uns nicht nu...

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