24.03.2007 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Ruinen und Uranstaub

Welche Schäden entstanden durch den Beschuß mit DU-Munition? Eine Reise durch Serbien acht Jahre nach den Angriffen der NATO

Barbara Hug
Seit dem 24. März 1999 herrschte erstmals wieder nach 1945 Krieg in Europa. An diesem Tag gegen 20 Uhr erfolgten auf Befehl der NATO-Führung Luftangriffe auf die Bundesrepublik Jugoslawien. Betroffen waren zunächst Ziele in den Städten Belgrad, Pristina, Novi Sad. Eingesetzt wurden Marschflugkörper, abgefeuert von U-Booten in der Adria sowie B-52-Bombern, Kampfflugzeuge und später auch Tarnkappenbomber. Während des Krieges, der am 10. Juni beendet wurde, verschoß die NATO mindestens 35 000 Geschosse mit abgereichertem Uran. Die Opferzahlen auf serbischer Seite liegen bei 5500 getöteten serbischen Zivilisten und Soldaten.

Der achte Jahrestag des ­NATO-Krieges gegen Jugoslawien näherte sich, und wir machten uns auf die Reise Richtung Belgrad. Unser Anspruch, Eindrücke zu sammeln in einem Land, das schamlos von denen vernichtet wurde, die zu Kalte-Kriegs-Zeiten den Osten stets als Feind darstellten und ihm Angriffspläne unterstellten – und schließlich selbst ...

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