31.07.2006 / Ausland / Seite 6

Uranmunition aus USA

UN-Berater wirft Israels Armee den Einsatz international geächteter Waffen vor. »Verschmutzung bleibt für Ewigkeiten in der Atmosphäre«

Jürgen Cain Külbel
Angesichts des Massakers, das Israels Bomber am Sonntag im südlibanesischen Kana verübten, flehte der kriegserprobte Haudegen General Michel Aoun, Chef der Freien Patriotischen Bewegung des Libanon, in Richtung von US-Außenministerin Condoleezza Rice: »Ich weiß, sie ist nicht verheiratet und keine Mutter. Aber soll sie deswegen keine mütterlichen Gefühle haben? Wenn, dann soll sie die zeigen.« Der Oppositionsführer im Beiruter Parlament wußte offenbar nicht, daß die Regierung von George W. Bush dem Staat Israel über 100 Stück GBU 28 (sogenannte Präzisionsbomben) geliefert hat. Diese sind mit Munition bestückt, die abgereichertes Uran (depleted uranium – DU) enthält.

»Wir wußten von der Lieferung. Jetzt schauen wir auf die Zerstörungen in Libanon, die deutet auf DU hin«, hatte Dr. Doug Rokke, Experte für die Waffenart, am Freitag vor der Presse in Washington erklärt. Rokke, Berater des US-Repräsentantenhauses und der UNO, beschuldigte Israel, d...

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