29.09.2004 / Ansichten / Seite 8

»Gandhi-Dialoge sind von trauriger Aktualität«

Dänische Friedensakademie berät am Sonnabend in Kopenhagen über gewaltfreien Widerstand gegen Atomrüstung. Prominente unterstützen Abrüstungsmanifest. Ein Gespräch mit Christian Bartolf

Tim Schaffrick

* Christian Bartolf ist Vorsitzender des Gandhi-Informations-Zentrums in Berlin. Die dänische Friedensakademie hat ihn zum 2. Oktober, dem 135. Geburtstag von Mahatma Gandhi, zu einer Konferenz über »Atomwaffen und Gewaltfreiheit« in Kopenhagen eingeladen.

F: Worum geht es bei der Konferenz in Kopenhagen?

Die Dänische Friedensakademie will die aktuelle Bedeutung ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung zwischen Staaten und die Notwendigkeit internationaler Abrüstung erörtert.

F: Worüber werden Sie sprechen?

Ich werde englischsprachige Tondokumente von Mahatma Gandhi, dem 1948 ermordeten Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, vorstellen und kommentieren. Darin warnt Gandhi Repräsentanten asiatischer Nationen davor, den Westen militärisch und in der Nuklearindustrie zu imitieren. Er nimmt also die Gefahr einer Vervielfachung der Atombomben vorweg, die sich 1947 bereits abzeichnete. Wenn heute asiatische Länder wie Iran und Nordkorea, abe...







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