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05.08.2020 / Feuilleton / Seite 8 (Beilage)

Mitwelt, nicht Umwelt

Diskurse zur Ökologie in Vergangenheit und Gegenwart. Eine Buchbesprechung

Jürgen Pelzer

Sobald sich die ersten Zeichen der industriellen Revolution und der Großstadtentwicklung bemerkbar machten, gab es auch ökologische Diskussionen. Der Begriff selbst stand zunächst noch nicht zur Verfügung, schreibt der Literaturwissenschaftler Jost Hermand in seinem jüngst erschienenen Band »Brennpunkt Ökologie. Kulturelle und gesellschaftspolitische Interventionen.« Dies ist unter naturwissenschaflichem Vorzeichen erst später der Fall. Im vorrevolutionären Frankreich sind es vor allem Intellektuelle wie Jean-Jacques Rousseau und Denis Diderot, die gestützt auf Reiseberichte über die Südsee, das Ideal einer unverschandelten, harmonischen Natur gegen adlige und klerikale Korruption und Misswirtschaft ins Feld führen.

Marx stellte im ersten Band des »Kapitals« (1867) fest, dass der verheerende Raubbau an der Natur die agrikulturelle Nachhaltigkeit zerstört. Dabei stützt er sich auf die einschlägigen Daten des Chemikers Justus von Liebig. Marx studiert auch ...

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