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15.07.2020 / Ausland / Seite 4 (Beilage)

Spirale der Verelendung

Frankreich: Mietschulden in Millionenhöhe und drohende Zwangsräumungen. Vereinzelt formiert sich lokaler Widerstand

Georges Hallermayer, Sarreguemines

Wie sich Frankreichs Bourgeoisie das individuelle Wohnen vorstellt, ist regelmäßig im Fernsehsender TV 1 zu sehen. Dort präsentiert der multinationale Heimwerker- und Gartenbaukonzern Leroy-Merlin des Oligarchen Gérard Mulliez per Werbespot Beispiele für gehobenen Wohnkomfort. Dagegen lassen die Folgen der Coronakrise für die zu zwei Dritteln zur Miete wohnenden Franzosen »biblisches Heulen und Zähneknirschen« erwarten, wie Bernadette Hilpert befürchtet. Der früheren Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT im Département Moselle zufolge türmen Mietschulden in mehrstelliger Millionenhöhe auf. 25.000 Übergangswohnungen wurden geschaffen, noch werde niemand auf die Straße geworfen.

Die »trêve« genannte Zahlpause war bis Juli verlängert worden. Aber nach diesem sozialen »Waffenstillstand« befürchtet sie, dass massenhaft Menschen aus ihren Wohnungen geworfen werden könnten. Ökonomen des gewerkschaftsnahen Forschungsinstituts IRES teilten bereits im April mit, d...

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