Gegründet 1947 Mittwoch, 2. Dezember 2020, Nr. 282
Die junge Welt wird von 2453 GenossInnen herausgegeben
06.05.2020 / Geschichte / Seite 5 (Beilage)

»Warum reisen deutsche Politiker nicht zu den Gedenkstätten der Blockadetoten Leningrads?«

Über das Gedenken in Russland an den Zweiten Weltkrieg, Geschichtsumdeutungen in der EU und der Bundesrepublik sowie den Abriss des Denkmals für Marschall Konew in Prag. Ein Gespräch mit Ivan Rodionov

Arnold Schölzel

Fast jede Familie in der Sowjetunion hat im Zweiten Weltkrieg Angehörige verloren. Millionen So­ wjetbürger fielen ungeheuerlichen Mordtaten zum Opfer. Allein die Leningrader Blockade, das größte deutsche Kriegsverbrechen auf russischem Boden, kostete weit mehr als einer Million Menschen das Leben. Sie wurden 20 Jahre nach 1945 geboren? Wie präsent ist das damals Geschehene heute in der russischen Gesellschaft?

Ich denke, dass es allen Generationen gleichermaßen gegenwärtig ist, weil es in den Familien weitergereicht wird. Meine stammt mütterlicherseits aus St. Petersburg – Petrograd – Leningrad, viele haben die Blockade erlebt, einige haben an der Leningrader Front gekämpft, und ich habe sie selbst noch kennengelernt. Mein Großonkel wurde mehrfach verletzt. Er kämpfte in diesem berühmten – fast möchte ich angesichts der Verluste dort sagen: berühmt-berüchtigten – Brückenkopf auf dem anderen, von der Wehrmacht eingenommenen Newaufer, der Newski-Pjataschok...

Artikel-Länge: 22728 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €