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29.04.2020 / Inland / Seite 7 (Beilage)

Tariflohn statt Applaus

Beschäftigte im Handel sind in der Coronakrise hohen Risiken ausgesetzt. Arbeitsbedingungen und Entlohnung nach wie vor schlecht

Gudrun Giese

Noch nie wurde Beschäftigten des Lebensmittelhandels so viel Beifall gespendet wie zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen im März dieses Jahres. Abends auf den Balkonen in den besseren Stadtteilen konnten die gutsituierten Bewohner bequem applaudieren. Tagsüber im Supermarkt war es nicht so weit her mit der Wertschätzung.

»Die Kunden waren rücksichtslos untereinander, aber auch uns gegenüber«, berichtete eine Verkäuferin aus Süddeutschland auf Verdi online. Eine ihrer Kolleginnen aus Osnabrück kritisierte, dass zu viele Kunden das Einkaufen auch noch in Coronazeiten als Freizeitbeschäftigung begriffen und sich nicht an Abstandsregeln hielten. In einem Edeka-Lager in Nordbayern erstickten Mitarbeiter fast an ihrer Arbeitslast. Doppelt soviel zu tun wie normal habe er, erzählte ein Kommissionierer, sechs Tage am Stück arbeite er.

Kleine Boni

Mit dem Fortgang der Beschränkungen normalisierte sich die Lage in Super- und Drogeriemärkten – nicht zuletzt wegen res...

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