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11.03.2020 / Politisches Buch / Seite 19 (Beilage)

Wir sind hier nicht in Chicago, Max

Bandenherrschaft. Über Brauchbarkeit und Grenzen der Fragment gebliebenen Racket-Theorie Horkheimers

Daniel Bratanovic

Brechts Parabelstück »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« sah sich lange dem Vorwurf ausgesetzt, es werde der Komplexität des historischen Gegenstands nicht gerecht. Den Siegeszug der Nazis gleichnishaft als eine im Chicago der 20er oder 30er Jahre angesiedelte »Gangsterhistorie« darzustellen, schien der Kritik unzulässig vereinfachend, ja verharmlosend. Doch der Einfall, kriminelle Bande und faschistische Bewegung aufeinander abzubilden, indem eine Parallelität der Biographien Hitlers und Al Capones hergestellt wird, ist nicht bloß ein wie auch immer geeignetes Mittel der Theaterpädagogik, sondern hat – ob bewusst oder nicht – sein Substrat in kritischer Theorie, die in Zusammenhängen denkt und also komplex ist. Beide – Bande wie Bewegung – repräsentieren ihr gemäß das gleiche Strukturprinzip in einer in Partikularismen zerfallenden postliberalen Ära.

Etwa um die Zeit, als Brecht im finnischen Exil den »Ui« schrieb, das war Anfang 1941, entstand in k...

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