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11.09.2019 / Feuilleton / Seite 8 (Beilage)

Braunes Monster, rotes Gold

Auf dem Atlantik schwimmt ein ganzer Algenkontinent. Ursächlich für die Plage ist, wer sonst, der Mensch. Die betroffenen Länder gehen derweil kreativ mit dem Problem um

Carmela Negrete

Weiße Strände, kristallklares Wasser, schönstes Wetter. Das war jahrzehntelang, was man mit den Inseln der Karibik unweigerlich verband. Seit dem vergangenen Jahr hat dieses Bild neue Konturen erhalten. An den Stränden türmen sich tonnenweise Algen zu regelrechten Bergen auf, die im Prozess ihrer Zersetzung den unangenehmen Geruch fauler Eier verbreiten. Baden mag, ja kann hier keiner mehr. Insbesondere Mexiko erlebt seit 2018 eine schwere Krise, aber auch die US-Küstenstaaten am Golf von Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Guatemala, Teile Kubas, insgesamt etwa 20 Länder kämpfen inzwischen gegen die Algenplage. Und bald soll das Problem auch Afrika und Europa erreichen.

Der stinkende Übeltäter, der sich in der karibischen See so wohlfühlt und rasant verbreitet, heißt Sargassum, in deutscher Sprache Golftange, und ist eine artenreiche Gattung in der Gruppe der Braunalgen. Sie treten in der Regel festgewachsen – manche Arten auch frei schwimmend – weltweit in de...

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