Gegründet 1947 Donnerstag, 19. September 2019, Nr. 218
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11.09.2019 / Feuilleton / Seite 4 (Beilage)

Soll man mit Hegel rechnen?

Selten ist das Verhältnis zwischen exaktem Denken und Forschen einerseits, dem philosophischen Erbe andererseits so angespannt wie im Fall des spekulativen Denkers. Feindlich ist es dennoch nicht, im Gegenteil

Dietmar Dath

Bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel steht viel schauderhafter Stuss über die wichtigsten Werkzeuge, mit denen Menschen die Natur verstehen und sich in sie einmischen: die Begriffe und Methoden der Mathematik, der Physik, überhaupt des genauen Forschens und Folgerns. In der »Wissenschaft der Logik« heißt es zum Beispiel über die wenig hilfreiche Idee »des Eins«, mit ihr könne man das Wesen der Zahl bestimmen: »Die Zahl ist um ihres Prinzips, des Eins, willen ein äußerlich Zusammengefasstes überhaupt, eine schlechthin analytische Figur, die keinen inneren Zusammenhang enthält. Weil sie so nur ein äußerlich Erzeugtes ist, ist alles Rechnen das Hervorbringen von Zahlen, ein Zählen oder bestimmter: Zusammenzählen. Eine Verschiedenheit dieses äußerlichen Hervorbringens, das nur immer dasselbe tut, kann allein in einem Unterschiede der Zahlen gegeneinander, die zusammengezählt werden sollen, liegen; solcher Unterschied muss selbst anderswoher und aus äußerlicher B...

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