11.09.2019
Artensterben
Stiller Tod
Auf Wiesen und Feldern lebt nichts mehr. Der Artenbestand sinkt rapide. Die verantwortliche Wirtschaftsweise braucht keine Auen, Moore und Säume, keine Spechte, Stare und Kiebitze
Von Jürgen Roth
Für einen entomologischen Experten wie den Zoologen Josef H. Reichholf war der Schwund der Insekten schon in den nuller Jahren nicht zu übersehen. Die Konsequenzen allein für die Vogelwelt lassen sich zum Beispiel an einigen Nahrungsspezialisten demonstrieren: »Dass man in der neuen Roten Liste der gefährdeten Tiere Bayerns rund zwei Drittel der im Lande vorkommenden Ameisenarten findet, wird nicht allzuviel Besorgnis in der Bevölkerung hervorrufen. Doch der Befund ...
Artikel-Länge: 10232 Zeichen


