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12.06.2019 / Feuilleton / Seite 3 (Beilage)

Vom Bulldozer überfahren

Das Ding mit der Dummheit: Jan Skudlareks populärwissenschaftliches Werk »Wahrheit und Verschwörung«

Ann Cotten

Wie rettet man die Welt? Mit Populärwissenschaft? Die hat den schlechten Ruf, Halbwahrheiten in ohrenzerreißenden sprachlichen Ausdrücken zu verbreiten. Nicht ohne Grund halten sich viele Autoren und Leser von diesem Genre fern.

Wie im Metal oder HipHop gibt es auch innerhalb der Populärwissenschaften feine Unterschiede. Jan Skudlarek etwa schlägt in seinem Buch »Wahrheit und Verschwörung« ein langsames Argumentationstempo ein und arbeitet mit vielen, möglichst einfachen Beispielen, häufig nah am Klischee. So geht es immer wieder um die rhetorische »Notlüge« der vermeintlich grandiosen Kochkünste der Gastgeberin – tausend Jahre Frauenverarsche winken hier fröhlich. Wie der Nachhilfelehrer deiner Alpträume scheint Skudlarek von der Blödheit der Leserinnen und Leser derart überzeugt, dass er nicht nur das Breitklopfen von Klischees für eine brauchbare populärwissenschaftliche Methode hält, sondern anscheinend auch meint, niemand würde es merken, wenn er sei...

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