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12.06.2019 / Feuilleton / Seite 3 (Beilage)

Sie erwacht aufs neue

Éric Vuillard scheitert in seinem Revolutionsroman »14. Juli« an seiner Erzählhaltung

Jakob Hayner

Das mythische Ereignis des Sturms auf die Pariser Bastille am 14. Juli 1789 gilt als Auslöser und Beginn der Französischen Revolution. Das Gefängnis mit den meterdicken Mauern war als Symbol der Macht des Ancien Régime verhasst. Voltaire war dort eingesperrt gewesen und auch der Marquis de Sade. Knapp 100 Jahre nach dem Sturm, ausgelöst durch die Suche nach Waffen und Schießpulver, wurde der 14. Juli zum Nationalfeiertag in Frankreich erklärt. Der französische Schriftsteller Éric Vuillard, bekannt für seine kurzen Historienromane beispielsweise über den Kongo, die Bekämpfung der nordamerikanischen Ureinwohner oder Hitlers Bündnis mit der deutschen Industrie, hat sich in seinem neuesten Buch dem 14. Juli angenommen – das Datum gibt auch den Titel. Zunächst erzählt Vuillard in Kürze die Vorgeschichte, die aus Staatsschulden und Spekulationsgeschäften, dem ausschweifenden Leben des Hofes und dem teuren Krieg in Nordamerika sowie den durch hohe Steuern und In...

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