Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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24.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 3 (Beilage)

»Manchmal reicht es, wenn Unternehmer wissen, dass wir unbefristet streiken können«

Ein Gespräch mit Frank Werneke. Über Arbeitskämpfe bei multinationalen Konzernen, Friedenspolitik und den Kampf gegen rechts

Simon Zeise

Wenn man an den 1. Mai denkt, kommen einem Hüpfburgen und Würstchen in den Sinn. Welche politischen Gründe gibt es, sich den Demonstrationen anzuschließen?

Das Engagement für ein demokratisches und soziales Europa zum Beispiel. Wir wollen doch eine Europäische Union, die Arbeitnehmerrechte ernst nimmt. Gleichzeitig gilt es, gemeinsam ein Signal zu setzen gegen nationalistische und rassistische Kräfte im EU-Parlament. Es besteht immerhin die Gefahr, dass sie an Stärke gewinnen. Ansonsten ist überhaupt nichts dagegen zu sagen, dass am 1. Mai auch gemeinsam gefeiert wird.

In vielen Branchen werden Arbeitsstandards unterlaufen. In welchen Bereichen muss besser reguliert werden?

Gerade ist es uns gelungen, mit dem »Mobility Package« in der Entsenderichtlinie deutliche Verbesserungen durchzusetzen. Vorher gab es die Höchstlenkdauer für Lkw-Fahrer nur bis zu einer gewissen Größe der Lkw. Diejenigen, die schmutzige Geschäfte gemacht haben, sind einfach auf kleine...

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