Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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03.04.2019 / Ausland / Seite 12 (Beilage)

Erfolgreich abhängig

Polen hat vom EU-Beitritt profitiert. Dieser Erfolg macht seine Politiker gegenüber Brüssel skeptisch.

Reinhard Lauterbach, Poznan

Polen ist das Land, das seit seinem Beitritt zur Europäischen Union 2004 die meisten Fördergelder aus den Brüsseler Strukturfonds abgezogen hat. Vom Radweg mit Grillhütte irgendwo in der Provinz über frische Kupferdächer auf den Kathedralen von Poznan und Gniezno bis zur Mitfinanzierung von Autobahnen, Straßenbahnen und S-Bahn-Zügen – der Beitrag der EU zur polnischen Infrastruktur ist im ganzen Land unübersehbar. Der Verfasser schreibt seine Beiträge für jW aus einem polnischen Dorf, das dank EU-Geldern mit schnellem Internet ausgestattet worden ist – nach Aussage von Besuchern aus Berlin schnelleres, als es in der deutschen Hauptstadt geboten wird.

In Zahlen: Allein 2017 erhielt Polen aus EU-Töpfen knapp neun Milliarden Euro Strukturförderung, 225 Euro pro Kopf der Bevölkerung oder 1,92 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts. Seit 2004 summieren sich die Zahlen auf etwa 80 Milliarden Euro. Und vor allem: Polen hat dank seiner EU-Mitgliedschaft die struktu...

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