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06.03.2019 / Feminismus / Seite 2 (Beilage)

Entscheidung in Freiheit

Kinder oder keine – diese Wahl war in der DDR weniger von existentiellen und gesellschaftlichen Zwängen beeinflusst

Simone Barrientos

Ich bin in der DDR aufgewachsen. Meine Familie war übersichtlich: meine Mutter und ich; meinen Vater lernte ich erst viele – sehr viele - Jahre später kennen. Meine Mutter war Tänzerin, zuerst beim Folkloreensemble der DDR, dann beim Friedrich-Wolf-Theater in Neustrelitz. Viel Geld hatten wir nie.

Es war ganz klar, dass sie nicht aufhörte, ihr Leben zu leben, nur weil sie mir das meine geschenkt hatte. Für sie war selbstverständlich – ich bin 1963 geboren –, weiter ihrem Beruf nachzugehen. Für mich war gesorgt. Durch sie, durch die Krippen, also den Staat, und später durch ein katholisches Kinderheim. Stigmatisierung als Kind einer Alleinerziehenden? Nicht in der DDR. Meine Mutter musste sich nicht entscheiden zwischen Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung. Da gab es keinen sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, moralischen Zwang.

Ich selbst entschied mich schon mit 17 Jahren, ein Kind zu bekommen. Und wenn ich mir meinen Sohn ansehe, dann weiß ...

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