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30.01.2019 / Feuilleton / Seite 12 (Beilage)

Kulturelle Entkolonialisierung

Die Kubanische Revolution war auch eine Befreiung von der Vorherrschaft der USA. Die Revolutionäre setzten von Beginn an auf eine breite Bildung der Bevölkerung

Abel Prieto

Kuba war in den 1930er, 1940er und 1950er Jahren das Laboratorium für eine feindliche kulturelle Übernahme. Das Land wurde mit Ausnahme weniger kleiner Räume, die man argentinischen und mexikanischen Filmen ließ, von Hollywood-Produktionen überschwemmt. In Kuba wurden Filme und Serien aus den USA für ganz Lateinamerika untertitelt und synchronisiert. Die spanischsprachigen Ausgaben der nordamerikanischen Boulevardzeitungen wurden hier gedruckt. Den Blick stets nach Norden gerichtet – fast schicksalsergeben schaute man dorthin –, war die Insel gefühlt weder ein lateinamerikanisches und noch ein karibisches Land. Und die Sicht auf Kubas kulturelles und geistiges Erbe afrikanischen Ursprungs war vollkommen rassistisch.

In Kuba gab es keine nationale Bourgeoisie wie in anderen Länder Lateinamerikas. Unser Bürgertum baute seine Häuser nach Vorbildern aus den USA und stattete sie auch so aus. Hochzeiten, Partys, die klassische »Fiesta de los quince«, das Fes...

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