Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
30.01.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 4 (Beilage)

Ende einer Epoche

Die Krise von 2007 zeigte, dass Wachstum und Profite im Kapitalismus nicht mehr durch Finanzspekulation gewährleistet werden können. Ein Systemwechsel wird nötig

Vladimiro Giacché

Um die nächste Krise zu verstehen, sollten wir Entstehen und Verlauf der vorangegangenen betrachten: Von 2000 bis 2005 entsteht auf Grund niedriger Zinsen eine beträchtliche Finanzblase in den USA. Auf dem dortigen Immobilienmarkt verdoppeln sich sowohl die Preise als auch die Zahl der Hypothekenverträge. Ab 2006 beginnen die Preise zu fallen. Es zeigt sich ein Überangebotsproblem, das heißt ein Überproduktionsproblem im Bausektor. 2007 treten erste Probleme bei Finanzprodukten auf, die mit einigen riskanten US-Hypothekendarlehen (den sogenannten Subprime-Hypotheken) zu tun haben.

Was folgt ist bekannt: Massive Zahlungsunfähigkeit der Kreditnehmer, Probleme auf den Finanzmärkten. Einige Hedgefonds sowie spezialisierte Banken gehen pleite. Die Krise breitet sich weltweit aus, es wird die schlimmste seit den 1930er Jahren sein.

Aber warum wurde die Krise so schlimm?

Erstens: Die Subprime-Hypotheken waren nur ein Baustein eines riesigen Finanzgebäudes, das i...

Artikel-Länge: 17902 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €