29.12.2018 / Geschichte / Seite 8 (Beilage)

Die Kardinalfrage: Frieden

Am zweiten Tag des Gründungsparteitages der KPD, am 31. Dezember 1918, sprach Rosa Luxemburg über das Programm der neuen Partei. Ein Auszug

Rosa Luxemburg

Ich glaube, dass es heute angesichts dessen, dass wir mitten in der Revolution, in einer Straßenrevolution mit allem, was dazugehört, stehen, Zeit ist, sich mit der Auffassung auseinanderzusetzen, die in der deutschen Sozialdemokratie offiziell bis zur letzten Stunde gang und gäbe war und die mit dafür verantwortlich ist, dass wir den 4. August 1914 erlebt haben. (»Sehr richtig!«) (...)

Der offizielle Marxismus sollte als Deckmantel dienen für jede Rechnungsträgerei, für jede Abschwenkung von dem wirklichen revolutionären Klassenkampf, für jede Halbheit, die die deutsche Sozialdemokratie und überhaupt die Arbeiterbewegung, auch die gewerkschaftliche, zu einem Dahinsiechen im Rahmen und auf dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft verurteilte, ohne jedes ernste Bestreben, die Gesellschaft zu erschüttern und aus den Fugen zu bringen.

Nun, Parteigenossen, heute erleben wir den Moment, wo wir sagen können: Wir sind wieder bei Marx, unter seinem Banner. (…)

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