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28.11.2018 / Inland / Seite 4 (Beilage)

»Flucht in die Wirklichkeit«

Das antipsychiatrische »Weglaufhaus« in Berlin kämpft mit finanziellen Problemen. Ein Gespräch mit Christian Küpper

Ralf Wurzbacher

Der »Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt«, der das sogenannte Weglaufhaus im Norden Berlins betreibt, hatte sich im April in einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Darin hieß es, der Weiterbetrieb der Einrichtung sei bei »günstigem Verlauf« nur noch für ein halbes Jahr gesichert. Warum ist es doch anders gekommen?

Neben akuten finanziellen Nöten waren wir damit konfrontiert, dass einerseits in den Wintermonaten überraschend wenige Menschen im Weglaufhaus anfragten, andererseits mehrere Aufenthalte an einer mangelnden Finanzierung durch die zuständigen Sozialämter scheiterten. Unser Spendenaufruf war Teil einer Öffentlichkeitsoffensive. Wir wollten unser Umfeld und die interessierte Fach- und politische Öffentlichkeit wachrütteln. Vor allem wollten wir wieder sichtbarer werden für Menschen, die nach einer Alternative zu sozialpsychiatrischen Einrichtungen suchen. Seit Mai sind glücklicherweise wieder fast alle der 13 Plätze des Weglauf...

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