04.07.2018 / Inland / Seite 4 (Beilage)

Im Kleinen ums Ganze

Lokal handeln, internationalistisch denken: Für das Projekt »Kiezkommune« gibt es erfolgreiche Vorbilder – und eine große Zielgruppe

Claudia Wangerin

Wer seit mehreren Jahren mit begrenztem Budget in einem der Berliner Stadtteile Kreuzberg oder Neukölln lebt, kennt vielleicht dieses widersprüchliche Gefühl, wenn die eigene Gegend als kriminalitätsbelasteter »Problembezirk« dargestellt wird: Da ist einerseits die Hoffnung, dass dieses Image wenigstens die Mietkostenexplosion eindämmt. Auf der anderen Seite ist da entweder Frust über die Stimmungsmache der Law-and-Order-Fraktion – oder über die spürbaren Teilwahrheiten darin. Die Aktivistinnen und Aktivisten der Berliner »Kiezkommune« wollen mit möglichst vielen Menschen aus ihren Nachbarschaften diese Hilflosigkeit überwinden. Eigentlich das ganze System Kapitalismus. Ihr Vorbild ist aber keineswegs die »Kommune 1« von 1967, denn es geht ihnen nicht darum, in größeren Wohngemeinschaften oder Hausprojekten das »richtige Leben im falschen« zu suchen.

Sie beziehen sich sowohl auf die Pariser Commune als auch auf die rätedemokratische Revolution in Rojava, ...

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