13.06.2018 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Rebellion gegen das Ganze

Für Heinz Bude sind die »Ideen von 1968« eine blasse Reminiszenz, für Ulrike Heider ein konkretes und bleibendes Vermächtnis

Jürgen Pelzer

Man spricht gerne von der »68er-Generation«: eine Zehntausende zählende Schicht, für welche die Ereignisse von 1968 eine einschneidende, ja lebensbestimmende Bedeutung hatten. Doch es stellen sich sogleich eine Reihe gewichtiger Fragen: zum einen nach einer genaueren Bestimmung des zeitlichen Rahmens, der nicht auf ein einziges Jahr beschränkt sein kann. Zum anderen fragt man sich, welche dieser Ereignisse oder Entwicklungen von den Betroffenen selbst als lebensbestimmend eingestuft werden und warum. Schließlich stellt sich auch die Frage nach dem Weiterwirken von »’68«, nach dem Aufgehen in anderen Bewegungen, nach politisch-strategischer Kritik und opportunistischer Verdrängung.

Der als Generationenforscher bekannte Soziologe Heinz Bude hat sich erstmals Ende der achtziger Jahre, als »’68« bereits weitgehend als liberales Korrektiv der alten BRD akzeptiert war, kritisch mit diesen Fragen befasst, wobei er sich zunächst auf die Jahrgänge 1938 bis 1948 ko...

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