08.05.2018 / Inland / Seite 7 (Beilage)

Jenseits von Kopftuch und Kreuz

Debatte: Kritik am Islam ist legitim, Rassismus nicht

Oktay Demirel

Bei dem Thema Religions- und Islamkritik bewegt man sich teilweise auf dünnem Eis und gerät leicht in die Gefahr, als islamophob zu gelten. Wie immer kommt es auf die Art und Weise der Kritik an, ob man religiöse Gefühle von Menschen verletzt, persönlich oder gruppenbezogen »argumentiert« und ob man die Zusammenhänge richtig versteht und darstellt. Eine platte Pauschalisierung, wie »die Moslems«, ist nun mal rassistisch, genauso, wie allen Deutschen tief verwurzelten Rassismus zu unterstellen.

Ob heutzutage Religion noch benötigt wird, sei mal dahin gestellt, aber es wäre unsinnig zu glauben, in einer Gesellschaft, die auf Unterdrückung, Ausbeutung und Verrohung der Massen aufgebaut ist, könne man religiöse Einstellungen rein propagandistisch zerstreuen. Im Kampf für das »Paradies auf Erden« kommt es heute nicht darauf an, die ideologische Einheit der Menschen über das »Paradies im Himmel« herzustellen, sondern darauf, den politischen und wirtschaftlichen...

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