05.05.2018 / Feuilleton / Seite 16 (Beilage)

Hummer à l’Armoricaine

Unterzeile

Ina Bösecke

»Der junge Karl Marx« (Frankreich/Deutschland/Belgien 2017) von Raoul Peck zeigt Marx als Mittzwanziger, in den Jahren zwischen 1843 und 1848. Wegen seiner ebenso brillanten wie aufrührerischen Artikel muss er mit seiner Familie ins Exil nach Frankreich gehen. Seine Frau Jenny (von Westphalen) hat sich für ihn und gegen ihre reiche Familie entschieden. Darauf ist Marx (August Diehl) stolz. Lieber Armut als Langeweile, sagt Jenny (Vicky Krieps). Im Film sieht sie aus wie Meryl Streep und spricht so sanft wie ein Engel. Stand einer Frau, die viel auf den Kasten hatte, damals nicht mehr zu? Marx lässt sie aber freundlicherweise aber oft zu Wort kommen, auch wenn er mit jemandem wie Pierre-Joseph Proudhon diskutiert. Er raucht viel und trinkt viel und ist schnell erzürnt. Dazu hatte er, wie man weiß, ja auch allerhand Grund.

Etwas mehr Freude und Geld kommt ins Haus, als Marx Friedrich Engels (Stefan Konarske) besser kennenlernt. Der Sohn eines reichen Fabrik...

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