05.05.2018 / Geschichte / Seite 14 (Beilage)

Traumwelt der Kapitalisten

Der tendenzielle Fall der Profitrate und die heutige Krise oder: Die Wiederkehr der »säkularen Stagnation«

Vladimiro Giacché

Die Wirtschaftstheorie hat kürzlich den »stationären Zustand« wiederentdeckt. Im November 2013 benutze benutzte der US-amerikanische Ökonom Lawrence Summers bei einer Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) den Begriff »säkulare Stagnation«. Tatsächlich handelte es sich nicht um eine neue Theorie, sondern um ein Revival: Von »säkularer Stagnation« hatte schon 1938 der Wirtschaftswissenschaftler Alvin Hansen (1887–1975) vor US-Präsident Franklin D. Roosevelt (1882–1945) gesprochen.

Nach Summers kamen auch andere Ökonomen auf die Idee zurück. Sie steht derzeit im Mittelpunkt einer Debatte, deren Rahmen wie folgt charakterisiert wurde: Mehr als zehn Jahre sind seit dem Ausbruch der globalen Krise vergangen, und die wirtschaftliche Erholung ist immer noch unbefriedigend. Die Niveaus der Bruttoinlandsprodukte (BIP) liegen inzwischen wieder höher, aber nur wenige fortgeschrittene Volkswirtschaften sind zu den Wachstumsraten zurückgekehrt, die vor der Kri...

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