05.05.2018 / Geschichte / Seite 6 (Beilage)

Die gerettete Bibliothek

Mit dem Nachlass von Marx und Engels über die »grüne Grenze« nach Kopenhagen: Junge Sozialdemokraten im antifaschistischen Widerstand

Gerd Callesen

Nach dem Tod von Karl Marx 1883 wurden sein schriftlicher Nachlass und seine Bibliothek im wesentlichen Friedrich Engels (1820–1895) übergeben. Der engste Freund und Mitstreiter von Marx legte in seinem Testament fest, wie alles gesichert werden sollte. Aus unterschiedlichen Gründen musste der Bestand an Manuskripten aufgeteilt werden, insbesondere der Briefwechsel, den Marx’ Töchter übernahmen. Was davon in den Besitz von Laura Lafargue (1845–1911) gelangte, wurde von ihren Erben überwiegend dem Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau übergeben.

Der andere Bestand, wie auch die Bibliothek von Marx und Engels, wurde in Berlin aufbewahrt und befand sich Ende 1932 im Parteiarchiv der SPD. Das Parteiarchiv und damit auch ein zentraler Teil des Nachlasses stand damit ab dem 30. Januar 1933 in Gefahr, von der Naziregierung beschlagnahmt zu werden. Die Bibliothek konnte nicht komplett vor deren Zugriff gerettet werden. Es gelang zunächst nur, eine Anzahl vo...

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