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25.04.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 7 (Beilage)

Kampf für mehr Personal

Betriebliche Aktionen und Streiks haben den Notstand in den Krankenhäusern zum öffentlichen Thema gemacht

Daniel Behruzi

Um soziale Probleme geht es im etablierten Politikbetrieb oft nur am Rande. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist die Pflege. Im Bundestagswahlkampf 2017 ploppte das Thema plötzlich hoch, nachdem der Auszubildende Alexander Jorde die Kanzlerin in einer ARD-Sendung mit den Zuständen in Kliniken und Pflegeheimen konfrontiert hatte. Und auch nach der Wahl ist das Thema nicht mehr von der Agenda verschwunden. Zu erklären ist die große öffentliche Wahrnehmung vor allem mit den seit vielen Monaten andauernden Aktionen von Klinikbeschäftigten im ganzen Land.

Den Anfang machten Mitarbeiter der Berliner Charité: 2015 erstreikten sie den ersten Tarifvertrag für mehr Personal und Gesundheitsschutz. Seither reißen die Proteste nicht ab. In Hunderten Krankenhäusern beteiligten sich Pflegekräfte an betrieblichen Aktionen. Im Juni 2015 stellten sich 162.000 Beschäftigte mit Nummern vor die Häuser, um zu zeigen, wie viel Personal fehlt. Im Jahr darauf wiesen sie darauf hin, d...

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