13.01.2018 / Ausland / Seite 6 (Beilage)

Station Simbabwe

Die Landfrage – ein historischer Diskurs zu Kolonialismus, Neokolonialismus und Rekolonisierung aus aktuellem Anlass

Gerd Schumann

Etwa 60 Prozent der weltweit verfügbaren agrarischen Anbauflächen liegen in Afrika. Eine vernünftige Bewirtschaftung des Bodens wird zum historischen Zwang, soll die afrikanische Misere bewältigt werden. Doch unterliegt der Kontinent einem Prozess der Rekolonisierung, der zunehmend Hoffnungen vernichtet.

Dass der Niedergang des Kolonialismus sowie zugleich der rasante Aufstieg nationaler Unabhängigkeitsbewegungen nicht unbedingt zu einer Dekolonisierung führen würden, hatte sich dramatisch in Belgisch-Kongo 1960/61 gezeigt. Trotz Unterstützung der ersten schwarzen Regierung des Landes durch die Sowjetunion obsiegte dort letztlich ein neokoloniales, also an den Westen gebundenes, zutiefst korruptes Regime. Geheimdienstagenten folterten und ermordeten 1961 Afrikas damaligen Hoffnungsträger Nummer eins, Patrice Lumumba. Die Liste der getöteten Independentistas Afrikas würde in den folgenden Jahrzehnten lang werden: Mosambiks Eduardo Mondlane (1969), Guinea B...

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