13.12.2017 / Feuilleton / Seite 7 (Beilage)

Ganz nah dran

Vom Umgang mit Geschichte. Ein Streifzug durch Museen in Lettland

Marcus Bauer

Nächstes Jahr soll groß gefeiert werden: Dann begeht die Republik Lettland ihr hundertjähriges Jubiläum. Sie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der Weg in die Unabhängigkeit war steinig. Ihre Ausrufung am 18. November 1918 war eine Folge des Ersten Weltkrieges. Die darauf folgende Lettische Sowjetrepublik mit ihren roten Schützenregimentern war kurzlebig, ging im russischen Bürgerkrieg unter, in dem auch deutsche Freikorps an der Seite der Weißen (Hauptgegner der Bolschewiki) mitmischten. Bevor er sich selbst richtig finden konnte, saß der kleine baltische Staat erneut zwischen den Stühlen. Nach dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom Sommer 1939 wurde er zur Pufferzone vor dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die UdSSR. 1941 kamen die Deutschen auch nach Lettland, doch die Rote Armee blieb am Ende Sieger im Zweiten Weltkrieg. Danach musste sie sich noch mit den lettischen »Waldbrüdern« herumschlagen, die mit westlicher Waffenhilfe Attent...

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