13.12.2017 / Feuilleton / Seite 4 (Beilage)

Ab durch die Arktis

Mit Nordlicht und Tarifvertrag: Eine Alternative zu den Schrecken der Kreuzfahrtindustrie

Jörn Boewe

Eine Schiffsreise kann eine ausgesprochen inspirierende Angelegenheit sein. Jedenfalls ist das die Wunschvorstellung salzwasseraffiner Landratten. Ein Grund, warum der Markt für Kreuzschiffahrten seit Jahren boomt. Das Problem: Kreuzfahrtschiffe sind das genaue Gegenteil von inspirierend, wie jeder, der so etwas bereits mitgemacht hat, wenigstens insgeheim bestätigen wird. Oder man hätte es wissen müssen, wenn man jemals auch nur eine einzige Folge der ZDF-Serie »Das Traumschiff« gesehen hat. Wer dennoch mit dem Gedanken spielt, sollte vor der Buchung unbedingt David Foster Wallace’ Reportage »Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich« lesen.

Exzessive Gute-Laune-Animation und umkämpfte Mega-all-inclusive-Buffets sind nicht die einzigen Probleme. Ein Kreuzfahrtschiff mit zwei-, dreitausend Passagieren verbraucht Ressourcen wie eine Kleinstadt, produziert Abgase wie fünf Millionen Autos, gehört de jure einer Offshore-Briefkastenfirma und de facto ...

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