13.12.2017 / Feuilleton / Seite 2 (Beilage)

Brüchiges Totholz

Zu Einheitsfeiern auf dem Brocken hat der Borkenkäfer seine eigene Meinung

Christian Selz

Für Harz-Touristen ist ein Besuch auf dem Brocken Pflichtprogramm. Größter Vorzug des »Bergs der Deutschen«, wie der unschuldige Gipfel immer wieder genannt wird, ist, dass man von oben weit gucken kann. Zumindest an den wenigen Tagen im Jahr, an denen er nicht von Wolken umhüllt ist. Wer fußlahm oder faul ist, fährt mit der Brockenbahn hinauf, wer sich von innen her selbst kochen will, mit dem Fahrrad. Der Rest wandert. Benno Schmidt, 85jähriger Rentner aus dem nahegelegenen Wernigerode, tut das beinahe täglich. Über 8.300 mal ist »Brocken-Benno« schon hoch und runter gelaufen, als »einzigen Achttausender im Harz« bezeichnet er sich auf seiner Website. Der Brocken sei der »deutscheste aller deutschen Berge«, erklärte er im vergangenen Jahr dem Norddeutschen Rundfunk, »ein Symbol der Einheit und Freiheit«. Die mit 1.141 Metern höchste Erhebung im Harz findet er »magisch«: »Goethe und Heinrich Heine waren begeistert und ich bin es auch.«

Natürlicher Fei...

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