Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
25.10.2017 / Ausland / Seite 7 (Beilage)

Besserer Umgang, bleibende Armut

In Südafrika hat das Fair-Trade-Modell auf Weinfarmen Spuren hinterlassen. Die Lebensbedingungen sind erträglicher geworden, der Ton ist weniger rauh. Doch gerechte Löhne oder eine ernsthafte Landumverteilung sind nicht in Sicht

Christian Selz, Kapstadt

Aus den sechs Arbeitern, allesamt Mitglieder des »Merwida Joint Body Trusts«, einem Belegschaftsgremium der Merwida Winery in der südafrikanischen Kleinstadt Rawsonville, sprudelt es förmlich heraus. Bezahlfernsehen und TV-Geräte für die Unterkünfte der Arbeiter auf der Farm hätten sie angeschafft, so erzählen sie zuallererst. Außerdem stünden ihnen nun drei Minibusse zur Verfügung, mit denen die Kinder in die Schule gebracht würden und die Arbeiter in die nahegelegene Stadt Worcester zum Einkaufen fahren können. Selbst zu einem jährlichen Angelausflug ans Meer würden die Beschäftigten damit aufbrechen.

Der Wandel, den die sechs vom Chef in den Konferenzraum des Verwaltungsgebäudes bestellten Arbeiter beschreiben, begann 2006. Seitdem hat sich das Unternehmen, das auf einer Fläche von über 700 Hektar Wein anbaut, dem »fairen Handel« verschrieben, zertifiziert von der Organisation Fairtrade International (FLO) mit Sitz in Bonn. Auf den Flaschen, die schlie...

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