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01.09.2017 / Ausland / Seite 8 (Beilage)

Kolonialmacht Kerneuropa

Mali und mehr: Wie Berlin und Paris sich militärisch in der Sahelzone festsetzen – und dabei arbeitsteilig vorgehen

Christoph Marischka

Zumindest in der Außendarstellung war der Krieg gegen Libyen 2011 die erste NATO-Intervention mit europäischen Staaten in führender Rolle. Nachdem Frankreich und Großbritannien im November 2010 ein weitreichendes Abkommen zur Verteidigungskooperation beschlossen hatten, das Deutschland außen vor ließ, begannen sie, unterstützt von den USA, am 19. März 2011 mit Luftschlägen gegen die libyschen Truppen. Die NATO stieg erst drei Tage später ein und übernahm das Kommando. Bereits nach weniger als einem Monat wiesen die USA subtil auf ihre zentrale Rolle im Bündnis hin. Was unter dem Vorwand des Schutzes der Zivilbevölkerung begonnen worden war, entlarvte sich als gnadenloser Luftkampf gegen die regimetreuen Truppen und ihre Verbündeten. Für die damalige Zeit ungewohnt offen berichtete u. a. die »Tagesschau« darüber hinaus über französische und britische Spezialkräfte, die nach Libyen gebracht wurden, um die Aufständischen auch am Boden zu unterstützen. Die U...

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