01.09.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 3 (Beilage)

Mindestens zwei Prozent

Die Militärausgaben der NATO-Staaten sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Mitglieder der Allianz sollen nach Plan aufgerüstet werden – gegen Russland

Lühr Henken

Die Bestrebungen, die Militärhaushalte der europäischen NATO-Staaten spürbar zu erhöhen, sind schon über ein Jahrzehnt alt. Bereits 2006, beim NATO-Gipfel in Riga, vereinbarten die Regierungen, die Rüstungsausgaben ihrer Länder auf mindestens zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) hochzufahren. 2007 waren es nach NATO-Angaben aber nur fünf der 26 Mitglieder, die oberhalb dieser Marke lagen. Obwohl der Beschluss bei den Folgegipfeln bekräftigt wurde, geschah nichts. 2012 schrumpfte die Zahl sogar auf vier von mittlerweile 28 Mitgliedsstaaten.

Im Januar 2013 schlug der damalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen Alarm: Die NATO hatte errechnet, dass sich ihr Anteil an den weltweiten Rüstungsausgaben seit 2003 ständig verringert hatte: von damals 69 Prozent drohte er auf 56 Prozent im Jahr 2014 abzusinken. Das war zwar immer noch mehr als die übrigen Länder zusammen für das Militärwesen ausgab, aber ihr offenbar nicht genug. Für den Verlust v...

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