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28.06.2017 / Ausland / Seite 7 (Beilage)

Widerstand der »Göttlichen«

In Indien wehren sich behinderte Menschen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Martin Haffke

Nach Angaben der Regierung leben in Indien heute 27 Millionen Menschen mit Behinderung. Schätzungen der Weltbank gehen allerdings von bis zu 80 Millionen aus, was bei einer Gesamtbevölkerung von deutlich mehr als einer Milliarde die realistischere Zahl sein dürfte. Behinderte Menschen sehen sich auf dem Subkontinent massiven gesellschaftlichen Problemen gegenüber, insbesondere Armut, dem Kastensystem und Klassendenken. Behinderte Frauen werden gleich mehrfach diskriminiert. »Die Denkweisen über Behinderungen sind im indischen Kontext sehr stark von religiösen und kulturellen Dogmen beeinflusst«, schreibt Anurada Saibaba Rajesh, Assistenzprofessorin an der National Law School of India University, in ihrem Beitrag für den Sammelband »Human Rights and the Third World« von 2013. »Die Vorstellung von Behinderung als Erbe göttlicher Strafe ist alltäglich, allgegenwärtig und weitgehend unangefochten. Die Schriften der Hindus erklären Behinderungen als Widerspieg...

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