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28.06.2017 / Inland / Seite 3 (Beilage)

Dekade des »Schulkampfs«

Im Streit um inklusive Bildungspolitik sind Linke und GEW potentielle Verbündete

Michael Zander

Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Vernor Muñoz im Auftrag der Vereinten Nationen das deutsche Bildungssystem analysierte und dabei gravierende Mängel feststellte. Kinder aus migrantischen und Arbeiterfamilien sowie Kinder mit Behinderung würden systematisch benachteiligt, hieß es in seinem Bericht. Die »Einbeziehung von behinderten Menschen in die Regelschulen« sei »nicht die Norm«, vielmehr betreibe der Staat »eine Politik der Absonderung«. Muñoz’ Bericht stieß auf heftige Ablehnung in Politik und Medien. Besonders tat sich Josef Kraus hervor, der inzwischen seit 30 Jahren das Präsidentenamt des Deutschen Lehrerverbandes innehat. Er beschimpfte Muñoz als »UNO-Querulanten aus Costa Rica«, der »des Deutschen keineswegs mächtig« sei und sich »um sein eigenes Land kümmern« solle. Muñoz brauche sich »nichts darauf einbilden«, wenn er »in Zeitungen wie Neues Deutschland, junge Welt, Taz oder in den Blättern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Ju...

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