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08.05.2017 / Inland / Seite 7 (Beilage)

»Wir waren zu dicht dran«

Wieviel Staat steckt im NSU? Polizeibeamte fühlten sich vom Verfassungsschutz sabotiert

Claudia Wangerin

Es ist lange her, dass im Münchner NSU-Prozess Obduktionsberichte von Gerichtsmedizinern zu hören waren und Angehörige der zehn Mordopfer schilderten, wie es ihnen nach diesen Taten erging. Am 6. Mai jährte sich der Beginn der Hauptverhandlung bereits zum vierten Mal. Die letzte Frist des Vorsitzenden Richters Manfred Götzl für weitere Beweisanträge läuft am 17. Mai aus. In den letzten Wochen bestimmte der Gutachterstreit um die Schuldfähigkeit der Hauptangeklagten Beate Zschäpe das Prozessgeschehen.

Eine denkwürdige, wenn auch nicht überraschende Aussage zur Vor- und Frühgeschichte des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) hat derweil am 28. April ein pensionierter Kriminalbeamter vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags in Baden-Württemberg gemacht. Dort geht es schwerpunktmäßig um den Mord an der Heilbronner Polizistin ­Michèle Kiesewetter, deren Dienstwaffe 2011 in dem ausgebrannten Wohnmobil gefunden wurde, in dem auch die Neonazis Uwe Mundlo...

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