Gegründet 1947 Mittwoch, 24. April 2019, Nr. 95
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
26.04.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 3 (Beilage)

Wenn die Belegschaft selber spricht

Wie die Beschäftigten in gewerkschaftliche Kämpfe einbeziehen? Die ver.di-Aktiven am Berliner Uniklinikum haben das Instrument der »Tarifberater« entwickelt und rasch Nachahmer gefunden

Daniel Behruzi

Betriebsräte und Gewerkschaften agieren immer auch als Stellvertreter von Belegschaftsinteressen. In Verhandlungen und Gremien versuchen sie, für die Beschäftigten etwas herauszuholen. Wenn es aber nicht gelingt, die Beschäftigten selbst zu aktivieren und in Auseinandersetzungen einzubeziehen, kommt auf lange Sicht nicht viel dabei heraus. Oder in den Worten des Jenaer Soziologen Klaus Dörre: Es reicht nicht, sich auf »institutionelle Machtressourcen« wie das Betriebsverfassungs- oder Tarifvertragsgesetz zu stützen. Letztlich müssen die Belegschaften (auch) »Organisationsmacht« entwickeln, um ihre Interessen durchzusetzen.

In den gewerkschaftlichen Debatten gilt es mittlerweile wohl als Konsens, dass Stellvertretertum alleine nicht weiterhilft. Doch wie können die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb praktisch in die Gewerkschaftspolitik einbezogen werden? Üblicherweise geschieht dies über betriebliche Vertrauensleute, für die – anders als für viele Betrie...

Artikel-Länge: 7354 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €