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23.03.2017 / Feuilleton / Seite 3 (Beilage)

Flackerndes Licht

Hanya Yanagiharas »Ein wenig Leben« ist verstörend, schmerzhaft und beklemmend toll

Michael Saager

»Buch der Stunde« ist ja meist auch so eine übertriebene Zuschreibung: häufig behauptet, selten zutreffend. Aber natürlich gibt es sie: Bücher, an denen man nur um den Preis vorbeikommt, eine bemerkenswert intensive Leseerfahrung zu verpassen. »Ein wenig Leben« von Hanya Yanagihara ist so ein Buch. Der New Yorker schrieb über den 1.000-Seiten-Trumm der 1975 geborenen Stilmagazin-Redakteurin der New York Times: »Yanagiharas Roman kann dich verrückt machen, verschlingen und von deinem Leben Besitz ergreifen.«

Ja, das kann er wirklich. Die Geschichte vierer in New York lebender, seit dem College ungewöhnlich eng miteinander verbundener Freunde macht einen fertig und glücklich, sie wühlt auf, lässt einen bibbern, bringt dich zum Weinen. Gut vorstellbar, dass der eine oder andere Leser die Lektüre nicht aushält; und Menschen, die dem Thema (Kindes-)Missbrauch ohnehin schon näher stehen, als ihnen lieb ist, sollten möglicherweise Abstand halten.

Das dunkle Kraftz...

Artikel-Länge: 5818 Zeichen

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