Gegründet 1947 Mittwoch, 24. April 2019, Nr. 95
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
14.12.2016 / Inland / Seite 7 (Beilage)

Tod per Versorgungsplan

Wie mit dem Versprechen von Selbstbestimmung die Etablierung von Sterbehilfe und ­fremdnütziger Forschung vorangetrieben wird

Erika Feyerabend

Unter dem Namen »Gesellschaft für selbstbestimmtes Ableben« stellte eine Gruppe Aktivisten Anfang November in Wien eine Kunstaktion vor. Deren »Businessplan« beinhaltet zur Finanzierung unter anderem Organhandel und verspricht: »Kein freudloses, heimliches Sterben in tristen Hotelzimmern ohne Qualitätssicherung.«

Ähnliches malte der schwedische Schriftsteller Carl-Henning Wijkmark bereits in seinem Roman »Der moderne Tod« von 1978 aus. Erzählt wird die Geschichte eines Symposiums zum Thema »Der letzte Lebensabschnitt des Menschen«. Ministerialdirektor Bert Persson erklärt, dass es einer massiven Meinungsbildung in gesellschaftlicher Regie bedürfe, um »Sterbekontrolle« so normal zu machen wie die Geburtenkontrolle. Schließlich würden 75 Prozent der Pflegekosten für »hoffnungslose Fälle« verbraucht. Es müsse die vornehme Aufgabe der Politik werden, die Euthanasiebereitschaft unter den armen Alten und Kranken zu verstärken, verstanden als »letzter Akt der Sel...

Artikel-Länge: 6792 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €