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07.12.2016 / Feuilleton / Seite 4 (Beilage)

Rätsel in den Alpen

Warum die Schweiz im Zweiten Weltkrieg verschont blieb. Eine Spurensuche

Patricia D’Incau

Leise knirscht es unter den Schuhsohlen. Die kühle Bergluft dringt in die Lungen, der Schnee ist zu einem breiten Weg planiert. Den kleinen Hügel hinauf, bis die Straße aus dem Blickfeld verschwindet. Hier beginnt das weiße Niemandsland, gesäumt von verschneiten Tannen, Bergketten und vier unscheinbaren Gebäuden aus grauem Stein und dunklem Holz. Einfache Scheunen, möchte man meinen. Doch statt Heu verbirgt sich hinter den Balken schweres Geschütz. In Stellung gebracht gegen einen Krieg, der vor mehr als 75 Jahren drohte die Schweiz zu erreichen und doch nicht kam.

Auf 1.509 Metern über dem Meer, flankiert von Gebirge und Tälern, markierte das Artilleriewerk Jaunpass im Zweiten Weltkrieg einen der Eingänge zur größten Festungsanlage der Schweiz, dem Réduit. Um den Achsenmächten, die seit dem Überfall auf Frankreich 1940 an allen Grenzen standen, das Land nicht kampflos zu überlassen, machte sich das Schweizer Militär die Berge als natürliche Festung zunut...

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