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19.10.2016 / Feuilleton / Seite 17 (Beilage)

Im Reichstag brennt noch Licht

Benjamin Carter Hett zeichnet die Entstehung der Einzeltäterthese zum Reichstagsbrand nach

Detlef Kannapin

Es gibt Bücher, die als Bestätigungsliteratur höchst wertvoll sind. Gleich dem Sohne, der dem Patriarchen der Familie seine Idee als die des Vaters ausgibt, der sie dann zur eigenen macht, so vollzieht sich manchmal das Weltgericht nicht durch das Original. In bezug auf den Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 gilt das mittlerweile wieder. Die Verweigerungshaltung der bundesdeutschen Öffentlichkeit und Wissenschaft gegenüber der Erkenntnis, dass der Anschlag auf das deutsche Parlamentsgebäude nicht von einem Einzeltäter und ebensowenig von einer kommunistischen »Umsturzbrigade« begangen worden sein kann, ist seit einiger Zeit wieder nachhaltig erschüttert.

Der US-amerikanische Historiker Benjamin Carter Hett hat mit seiner Studie »Der Reichstagsbrand. Wiederaufnahme eines Verfahrens« innerhalb der deutschen Diskussion für Belebung gesorgt, obwohl er faktisch wenig Neues aufbietet und auch sehr vorsichtig mit den Protagonisten der westdeutschen Historikerz...

Artikel-Länge: 4738 Zeichen

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