19.10.2016 / Feuilleton / Seite 22 (Beilage)

Der Preis der Ekstase

Der Soziologe Jan-Michael Kühn untersucht »Die Wirtschaft der Techno-Szene«

Paul Dreher

Die Techno-Szene in Berlin hat eine bewegte Geschichte, die geprägt war von abwechselnder Eroberung von Freiräumen und anschließender Verdrängung. Längst ist sie für die Stadt zudem zu einem veritablen Wirtschaftsfaktor geworden. Jede Woche strömt der »Easy­jetset« (Tobias Rapp) aus der ganzen Welt in die bundesdeutsche Hauptstadt, um in eine Szenekultur einzutauchen, die in dieser Vielfalt (und zu diesen Preisen) wohl kaum an einem anderen Ort erlebbar ist. Das große Netzwerk aus Labels, Agenturen, Verlagen, Klubs und Geschäften bietet zudem vielen Ortsansässigen und Neuankömmlingen eine Lebensgrundlage und oftmals auch die Möglichkeit, ohne Existenzängste noch anderen Tätigkeiten nachzugehen. Kaum eine lokale Szene besitzt weltweit so eine große Strahlkraft. Das Aushängeschild Berghain hat es dieses Jahr sogar mehrfach ins US-amerikanische Unterhaltungsfernsehen geschafft, und zwar in Formaten, die sich wahrlich nicht an die Zielgruppe des Friedrichshai...

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