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19.10.2016 / Feuilleton / Seite 20 (Beilage)

Systematisches Schwanken

Ein Gesprächsband über die »Republik Castorf« der Berliner Volksbühne

Richard Schild und Inge Paul

Wenn im Sommer 2017 die seit 1992 währende Intendanz von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz endet, endet unbestreitbar auch ein bedeutendes Kapitel deutscher Theatergeschichte. Die hier entstandenen Arbeiten von so unterschiedlichen Regisseuren wie René Pollesch, Christoph Marthaler, Christoph Schlingensief und Castorf selbst haben die Ästhetik des Gegenwartstheaters mehr geprägt, als man es von jeder vergleichbaren Institution sagen könnte. Ausgerechnet der von der SED-Kulturpolitik nicht gerade wohlgelittene Castorf (er wurde 1985 als Oberspielleiter in Anklam abgesetzt) und »sein« Haus, werden dabei oft in der Tradition der blühenden Bühnenkultur der DDR gesehen, wobei insbesondere der Vergleich zu Heiner Müller tatsächlich naheliegt. Denn wie Müller stehen Castorf und die anderen Volksbühnen-Regisseure für ein assoziatives, intermediales Spiel, das sich jenseits der Dramenform situiert und gleichwohl im Brechtschen Sinne ...

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