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06.04.2016 / Inland / Seite 8 (Beilage)

Wachstumsfaktor Flüchtling

Der Bedarf der deutschen Wirtschaft an Arbeitskräften ist die ­materielle Grundlage der offiziellen »Willkommenskultur«. In der EU steht die Bundesrepublik damit ziemlich allein

Jörg Kronauer

Scheitert die EU? Wohl noch nie ist diese Frage so breit und so ernsthaft diskutiert worden wie im aktuellen Streit um die Flüchtlingspolitik. Offen kämpfen die Mitglieder des Staatenbundes gegeneinander, ziehen Grenzbefestigungen hoch, fordern sogar Sanktionen. Der Rückbau des Schengen-Systems wird nicht mehr ausgeschlossen. »Nie war das Ende der EU so realistisch wie heute«, kommentierte zu Jahresbeginn die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im Februar warnte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor einer »inneren Desintegration« der EU. Im März ließ der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), durchblicken, er halte es für möglich, dass »der ganze Laden« – die EU – »vor die Wand fährt«. Das hat man so selbst zu den krassesten Zeiten der Euro-Krise kaum gehört.

Blickt man nüchtern zurück, dann zeigt sich: Am Anfang des Konflikts standen klare polit-ökonomische Differenzen zwischen Deutschland und der Mehrzahl der anderen EU-Staaten...

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