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13.04.2016 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Erfassung und Verfügung

In einer digitalisierten Arbeitswelt ­nutzen Konzernleitungen technische Mittel ­zunehmend zur Kontrolle der Beschäftigten

Werner Seppmann

Die Zeiten eines verklärten Blicks auf die Digitalisierungsprozesse sind vorbei. Zu offensichtlich sind die negativen sozialen und zivilisatorischen Folgen der gegenwärtigen Verwendung von Computer und Internet. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass sie alles andere als neutrale Hilfsmittel zur Organisation partizipativer Kommunikationsprozesse und Instrumente selbstbestimmter Lebensgestaltung sind. Am Rande haben sie zwar auch solche Effekte, aber hauptsächlich erweisen sie sich als Instrumente der Überwachung und Fremdverfügung. Durch ihren Einsatz wird nicht nur das Konsumentenverhalten erfasst, sondern auch direkt Einfluss genommen – und zwar mittlerweile in fast sämtlichen Lebensbereichen.

Steuerungsinstrumente

2012 stellte die Internetdienstleistungsfirma Google eine erste Version seiner Datenbrillen vor. Vereinfacht gesagt, werden dem Träger Informationen über seine Umgebung auf die Innenfläche der Gläser projiziert. Er trägt also mit dem...

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