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02.12.2015 / Ausland / Seite 3 (Beilage)

Bodenklau am Niger

Mali und die Sahelzone: Uran- und Goldabbau zerstören die ­traditionellen Wirtschaftsweisen. Symptome werden bekämpft, nicht Ursachen. Die Bundeswehr ist dabei

Werner Ruf

Mali gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, 36 Prozent seiner Einwohner leben unter der absoluten Armutsgrenze. Zugleich ist Mali ungeheuer reich an Bodenschätzen: Gold ist zum wichtigsten Exportartikel geworden und wird zum größten Teil von multinationalen Firmen abgebaut. Der Erschließung der Goldminen fielen etwa 200 Dörfer zum Opfer, die meisten Einwohner wurden vertrieben. Weit verbreitet sind Kinderarbeit und Zwangsarbeit, es gibt auch Überreste traditioneller Sklaverei.

Weitere Bodenschätze, die großenteils nur wenig erschlossen sind, sind: Phosphat, das für die Düngemittelindustrie immer wichtiger wird, Kalk, Steinsalz, Bauxit, Eisenerz, Mangan, Öl und Ölschiefer, Uran, Blei und Zink. Darüber hinaus ist die geostrategische Lage des Landes von großer Bedeutung: Mali teilt lange Grenzen mit Algerien und Mauretanien und hat gemeinsame Grenzen mit Senegal, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Guinea und Burkina Faso. Vor allem aber grenzt es an Niger,...

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