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30.10.2015 / 0 / Seite 9 (Beilage)

Blitzableiter Treuhand

Vorabdruck: Nach der Einführung der D-Mark 1990 wurde die DDR rasch deindustrialisiert. Der Unmut der Arbeitslosen richtete sich aber nur gegen die Treuhand, nicht gegen die für sie verantwortlichen Politiker

Klaus Behling

Die Parolen aus Bonn trugen allgemeinsten Charakter: Vom »Wirken der Marktkräfte« war die Rede, von »Modernisierung der ostdeutschen Wirtschaft« und vom »Integrieren in den gesamtdeutschen Wirtschaftsraum«. Das sprach für einen politisch genialen Schachzug, denn es benannte keine Verantwortlichkeit für den »Aufbau Ost«. Sie wurde zwischen der Bundesregierung, die offiziell in der noch bestehenden DDR gar nichts zu sagen hatte, und der in der Verantwortung der DDR-Regierung stehenden Treuhand hin- und hergeschoben. Die Konstruktion bewährte sich auch nach der Einheit. Die Treuhand funktionierte als Blitzableiter. Verzweiflung und Unmut der Ostdeutschen richteten sich gegen sie. Die Regierung, die dahinter stand, kam ungeschoren davon und im Herbst 1994 wurde Helmut Kohl noch einmal zum Kanzler gewählt. (…)

Der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière (CDU) erinnerte sich 1993 in einem Gespräch mit dem Spiegel-Journalisten Dieter Kampe: »Wir d...

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